Finale! 3.200 € für unseren Guten Zweck

Finale! 3.200 € für unseren Guten Zweck

Ein paar Tage sind seit unserer Rückkehr vergangen. Am 30.06.2019 waren wir zum Finale der Rallye in Hamburg und haben die Teams begrüßt. Mit dem Veranstalter konnten wir unsere Teilnahme an der Baltic Sea Circle 2020 klären. Wir sind dabei!

Dann bleibt nur noch die Spende für den Guten Zweck zu klären. Wir können mit Stolz vermelden, dass wir 3.200 € an den Mercury Phoenix Trust überwiesen haben. Vielen Dank nochmal an alle Sponsoren für Euer starkes Engagement! Ganz im Sinn von Freddie Mercury: The show must go on! Vielen Dank! Übrigens haben alle Teams zusammen mehr als 630.000 € für Ihre Charity-Projekte gesammelt.

Link zum Artikel auf der Seite des Mercury Phoenix Trust

 

Unser Fazit: Sofort wieder!

Unser Fazit: Sofort wieder!

Wieder zu Hause. Fühlt sich auch gut an, aber am Nordkapp wären wir jetzt lieber. Was ist schief gelaufen? Wir haben mit dem Kangoo ein tolles Fahrzeugkonzept für eine solche Tour gewählt, davon sind wir immer noch überzeugt. Unser Fehler war, die Beladung nach Platz zu organisieren und nicht nach Gewicht. Das hat schlußendlich dem Kangoo die alten Drehstabfedern gebrochen.

Nochmal ein Rallye-Abenteuer? Auf jeden Fall! Die Zeit der Vorbereitung, die Vorfreude auf ein solches Unterfangen sind herrlich. Die Teilnehmer sind durch die Bank weg nett, verrückt, hilfsbereit und einfach gut drauf. Jeder hat eine andere Idee, was ihn zur Teilnahme angetrieben hat. Sei es der gute Zweck, die Sehnsucht nach fernen Ländern, Bock auf Autofahren, Abenteuerlust, usw.

Die Reisezeit ist zwar richtig anstrengend, man wird dafür mit vielen tollen Eindrücken belohnt. Durch die Aufgaben im Roadbook ist man „gezwungen“, auf die Einheimischen zu zugehen und hat sofort seinen Spaß dabei. Die Teams helfen sich untereinander so gut es unterwegs eben geht. Schrottplätze werden geentert, um neue alte Teile zu verbauen, die kaputt gegangen sind. Werkstattketten werden mit Ersatzlieferung beauftragt, um dann in einer Nacht- und Nebelaktion die Fahrzeuge wieder flott zu machen, jeder hilft jedem und wenn es nur der Reifenwechsel oder das Abschleppen ist.

Wir lecken jetzt unsere Wunden, freuen uns auf den Bericht über unsere Reise, welcher am 22.06. in der HAZ erscheint und gehen jetzt auf die Suche nach einem neuen Rallye Auto. Knights of the Island oder BSC2020. Wir kommen!

Orga der Rückreise

Orga der Rückreise

20.06.2019 Tag 6

Früh raus aus den Federn. Wir haben nach Rücksprache mit unserer heimischen Werkstatt die Entscheidung getroffen, den Kangoo auf den Lofoten zu lassen.
Eine Reparatur wäre wirtschaftlich aussichtslos und ggf. ein Faß ohne Boden geworden.

So hieß es nun unsere komplette Ausrüstung als Stückgut zu verpacken. Dazu hatten wir bis 13 Uhr Zeit, da noch die Rückgabe des Leihwagens und der Check-in am Flughäfchen von Svolvær anstand. Vom Partygelände bis zur Werkstatt waren es gut 35 km und auch der freundliche Kontakt mit der Polizei um 7:00 Uhr morgens blieb uns nicht erspart. Fahrtüchtigkeit wurde uns bescheinigt und wir konnten weiterfahren.
Jetzt machte es sich bezahlt, zu Hause vieles in stabilen Kunststoffkisten verladen zu haben und dazu etliche Spannbänder, Kabelbinder und Panzerband dabei zu haben.
Mit unseren Verbrauchsartikel haben wir die Werkstattmitarbeiter begeistert. Bier, Wein, Benzin, Gas, Klopapier und Grillgut fanden dankbare Abnehmer.
Zeitlich hat das noch gut gepasst und wenn der ADAC für den Rücktransport sorgt, sehen wir unser Zeug bald wieder.
Zu guter Letzt stand noch meine Frage an den Werkstattleiter im Raum, was er für ein Fahrzeug für solch eine Rallye nehmen würde. „The Japs. Specially Toyota, they never break“ war die kurze knackige Antwort. Mit der Antwort hatte ich nicht gerechnet und sie wird sicherlich bei der Suche nach einem neuen Rallye-Auto in Betracht gezogen.

Hier noch ein schneller Gruß an unseren Sponsor Logiline. Die Jungs haben sich ebenfalls bemüht, unser Auto von den Lofoten zu bekommen bzw. Ersatzteile hierher zu senden. An dieser Stelle nochmal vielen Dank für Euren Hilfeversuch.

Am Flughäfchen angekommen haben wir unseren Mietwagen zurück gegeben. Der Flughafen ist so klein, dass ein und derselbe Typ die Bordkarten druckt, die Sicherheitskontrolle durchführt und das Gepäck verlädt. Echt witzig. Nach einem Tankstopp in Bodo, ging es nach Oslo, weiter nach München und anschließend nach Hannover. Dabei konnten wir im Live-Tracking beobachten wie unsere Rallye-Kollegen auf dem Weg zum Nordkapp sind. Wir wären so gerne dabei gewesen… 😢

 

Wir sind ausgeschieden.

Wir sind ausgeschieden.

19.06.2019 Tag 5
Nun ist es für uns leider vorbei. Der Kangoo kann hier vor Ort nicht zeitnah repariert werden. Wir sind damit aus der Rallye ausgeschieden und damit aus der Wertung. Wir genießen noch die Arctic Circle Party am Strand von Gimsoya und werden morgen mit Hilfe des ADAC unsere Heimreise antreten.

Wir sagen Danke an alle Verfolger, Unterstützer und Sponsoren. Toll, dass ihr diesen Spaß mitgemacht habt. Wir melden uns zeitnah wieder, eines ist aber schon so gut wie sicher: der Startplatz für die BSC2020. Wir wollen es nochmal wissen!

Der Kangoo und die Lofoten

Der Kangoo und die Lofoten

18.06.2019, Tag 4
Der Tag begann mit Sonnenschein und dem Wissen, wieder viele Kilometer fahren zu müssen, um die Fähre zu erreichen.
Leider war uns die Motorelektronik nicht wohlgesonnen und der Kangoo hoppelte wieder über die Straßen. Ohne Zollkontrolle an der Grenze zu Norwegen ging es über die E12 bis nach Mo I Rana. Unsere Tagesaufgabe geriet ein wenig in den Hintergrund, da wir uns um unser Auto Sorgen machten und so war dann in Mo I Rana der freundliche Boschdienst unser Ziel. Wir wurden in deutscher Sprache begrüßt und schilderten unser Problem. Die Mördermaschine von Bosch tat ihren Dienst, löschte den Fehlerspeicher des Kangoo und ein erneuter Testdurchlauf verlief positiv. Wieder konnten wir mit unserer internationalen Währung punkten: 4 Dosenbier und ein Lächeln waren der Arbeit Lohn und wir konnten weiter reisen.

Die E6 Richtung Narvik fordert von uns alles. Berge, Wasserfälle, Seen, Fjorde, Dauerregen waren nun für Stunden unsere Begleiter. Wir überquerten dabei den Polarkreis um dann gegen 17:30 Uhr in unserem Fährhafen Skutvik anzukommen.
Unsere Fähre setzte sich um 18:30 Uhr pünktlich in Bewegung nach Svolvaer. Mit uns setzten 3 weitere Teams über. Die Unterhaltung war kurzweilig.
Bei Start von der Fähre hat es uns dann erwischt. Vermutlich ist die linke Drehstabfeder gebrochen. Wir haben uns noch von Bord geschleppt und da standen wir nun mit unserem defekten Kangoo. Das Werkstatt Team war noch auf dem Weg zu den Lofoten, also blieb uns nur noch der ADAC. Nach einer Stunde Wartezeit sind wir in eine Werkstatt transportiert worden und der Fahrer hat uns noch freundlicherweise in das gebuchte Hotel gebracht. Unser Tag endete also mit weiteren Telefonaten mit dem ADAC, um unsere Weiterfahrt oder Rückkehroptionen zu prüfen.

Auf nach Lappland

Auf nach Lappland

17.06.2019 Tag 3
Nach einem unterhaltsamen Abend u.a. mit Team 086 aus Gütersloh. Ging es weiter Richtung Norden. Aufgabe des Tages war der Copiloten-Wechsel. Wir haben uns dagegen entschieden und mit Blick auf die Arctic Circle Party auf den Lofoten am 19.06.2019 weiter Strecke gemacht. Kaffee und Brötchen gab es an der Tanke und während der Fahrt haben wir uns mit den Fährhäfen und der Planung beschäftigt. Wir haben uns mit Team 068 gerudelt.
Um unser Auto ein wenig besser zu organisieren haben wir uns noch Stifte und Post-it gekauft und zwei typische Wikingermützen.
Bisher hat unser Kangoo problemlos funktioniert, aber nun haben wir mit Zündaussetzern zu kämpfen. In weiser Voraussicht hat uns Fehmi eine Zündspule mitgegeben, weil die bei Renault ja immer kaputt gehen.
In Strömsund gab es einen Renault Händler, dort wollte man uns nicht helfen, der Terminplan sei voll, wir können gerne in 2 Monaten wiederkommen. Riesige Werkstatt, mind 10 Mechaniker und keiner traute sich uns zu helfen. Ätzend.
Also der nächste Versuch bei Verkstatt Peter Karlsson. Nett, freundlich, schnell und unkompliziert wurde uns geholfen. Wir sollten nichts bezahlen und haben 4 Bier und ein Lächeln spendiert.
Die Gelegenheit ergab sich, unsere nächste Aufgabe zu lösen. Ein Foto von allen Teammitgliedern in Taucheranzügen. Wie gut, dass sich neben der Werkstatt ein Sportartikelladen XXL befand.
Zack! Laden geentert und Gunnar der freundliche Verkäufer hat von uns das Foto gemacht.. Check Aufgabe erledigt.
Unsere Kangoo läuft nun wie am Schnürchen. Wir haben Team 068 wiedergetroffen und nach einer gemeinsamen Tanksession haben wir uns zum Wildcampen einen Platz bei Hällnas gesucht. Traumschöner Sonnenuntergang, leckeres vom Grill und ein Schwätzchen mit dem Besitzer der Wiese rundeten den Tag ab.
Dazu habe wir uns für einen Fährhafen (es gibt mehrere zur Auswahl) entschieden und für morgen Abend die Fähre online gebucht, dazu ein Hotelzimmer mit Bad für eine Generalinstandsetzung.