Der erste Artikel unseres Abenteuers. Es ist Anfang Februar 2019. Das Wetter macht uns mürbe und wir beginnen mit den konkreteren Vorbereitungen zu unserer Rallye-Teilnahme. „Rallye! Sowas gibt’s?“ bekommen Andrea und ich immer wieder zu hören, wenn wir von unserem geplanten Abenteuer erzählen.

Im Oktober 2018 haben wir uns als Team #247 für den Baltic Sea Circle angemeldet und sind damit gerade noch so ins Teilnehmerfeld gerutscht. Meine erste Amtshandlung war die Suche nach einem geeigneten Auto. Die Teilnahmebedingungen schreiben vor, dass der Wagen mindestens 20 Jahre als sein muss und max. 2.500 € kosten sollte.

Ich hab mich also durch die Untiefen von mobile.de gewühlt.
T4? Nee, immer nur Kilometerhuren mit > 400 Tkm auf der Uhr muss nicht sein.
E-Klasse T-Modell wäre schön, aber zu teuer.
Menno! Was kostet nicht viel, hat Platz, läßt sich leicht reparieren und verbraucht vielleicht nicht so viel Sprit? Richtig, ein Renault Kangoo! Sieht halbwegs vernünftig aus, Platz ist in der kleinsten Hütte und die Preisklasse passt auch.

Wir haben auch ein brauchbares Exemplar gefunden. Von Torben aus Emden. Also schön von Rodenberg nach Emden gefahren und den kleinen Kangoo eingesammelt. Ich fahre gerne Auto und verstehe auch ein bischen was von Technik und Karosse. Ich war echt begeistert. 20 Jahre alter Renault und kein offensichtlicher Rost – nicht mal an den Türfalzen – und der Rest funktioniert auch. Irgendwie. Erstaunlich! Wo ist der Haken? Bis auf die 8 (!) Vorbesitzer erstmal keiner. Netterweise ist der Kangoo als Mini-Reisemobil schon zurecht gemacht. Solarzelle, Schlaffläche, Wasserkanister, Extra-Batterie und ein Zelt gab’s auch noch obendrauf. Passt!